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Kunden-Nepp bei Vodafone Teil II: ReisePaket Plus

Dienstag, 21. Juni 2016 13:18

Anscheinend funktioniert bei Vodafone das System mit dem buchen von nicht gewollten Optionen ziemlich gut. Diesmal geht es um Roaming im Ausland.

Wer sich im Ausland oder in Grenznähe aufhält, der wechselt meist automatisch in ein fremdes Netz. Hier muss man aufpassen, da dann Roamingkosten anfallen. Soweit, so bekannt. Das neue System von Vodafone: ReisePaket Plus. Mit ReisePaket Plus kann der Kunde

„…im Ausland 50 Minuten telefonieren, 50 SMS schicken und mit 50 MB surfen. Und das alles für nur 2,99 Euro am Tag.“

Die Konditionen sind nicht unüblich und werden von anderen Anbietern so oder ähnlich auch angeboten. Das Problem: Das ReisePaket Plus ist bei sehr vielen Tarif bereits aktiviert. Das bedeutet für den Kunden:

Sobald Sie Ihr Handy im EU-Ausland, der Schweiz und der Türkei nutzen, buchen wir für Sie automatisch ein Paket für einmalig 2,99 Euro pro Tag. Nutzen Sie Ihr Handy in den USA und Kanada, berechnen wir Ihnen 5,99 Euro pro Tag.

Mit „nutzen“ meint Vodafone nicht tatsächliches surfen. Es reicht bereits aus, wenn auf dem Smartphone das Datenroaming aktiviert ist. Auch wenn man keine einzige Mail abruft oder im Netz surft. Es fallen 2,99 EUR bzw. 5,99 EUR an Gebühren pro Tag an. Eine Woche EU-Ausland schlägt dann mit 20,93 EUR zu buche (7 Tage x 2,99 EUR).

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Kunden-Nepp bei Vodafone Teil I: Die Datenautomatik

Montag, 20. Juni 2016 12:13

Ein Leser erhält am 05.05.2016 eine SMS von Vodafone. Vodafon teilt mit, dass das Datenvolumen aufgebraucht sei. Soweit, so üblich bei Mobilfunkanbietern. Vodafone geht aber einen Schritt weiter und teilt mit, man habe nun 100 MB Datenvolumen raufgebucht, damit man unbeschwert weitersurfen kann. Das ganze zu einem stolzen Preis von 2,00 EUR. Doch nicht der Preis allein, der sehr hoch ist, ist hier das Problem.

Vodafone bucht dieses zusätzliche Datenvolumen bis zu 3x je 100 MB zum Preis von je 2,00 EUR. Und das ganz ohne aktive Zustimmung des Kunden. Vodafone geht einfach frech davon aus, dass der Kunde sich schon melden werde, wenn er dem nicht zustimmt. Dieser vermeintliche Service nennt sich „Vodafone SpeedGo“. Sofern der Kunde 90% seines Datenvolumens erreicht, erhält er eine SMS mit dem Hinweis, dass sobald das Volumen erreicht ist, eine Aufladung mit 100 MB erfolgt. Wer das nicht möchte, muss laut Vodafone, auf die Info-SMS mit „Langsam“ antworten.

Man kann zwar argumentieren, dass die Kunden immerhin „vorgewarnt“ werden. Wer jedoch ein Youtube Video schaut, hat vermutlich das Datenvolumen binnen kürzester Zeit erreicht, so dass er nicht rechtzeitig auf die „Warn-SMS“ reagieren kann.

Was viele nicht wissen: Diese Automatik ist standartmäßig voreingestellt. Die Option kann über den Kundenservice deaktiviert werden lassen. Das bedeutet jedoch Aufwand für den Kunden, was einerseits nicht gerade kundenfreundlich ist und andererseits mehr als fragwürdig.

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Nepper, Schlepper… Vodafone Kundenrückgewinnung?

Sonntag, 9. Juni 2013 10:43

Wer einen Mobilfunkvertrag kündigt, wird meist von dem jeweiligen Anbieter angerufen und bekommt ein mehr oder weniger gutes Angebot. Von Vodafone wird man sehr häufig, nämlich mehrmals im Monat, kontaktiert. Ein einfaches „Nein Danke“ und „Bitte rufen Sie nicht mehr deswegen an“ wird nicht akzeptiert. Das Angebot wird von Anruf zu Anruf immer „besser“. Stimmt man zu, kommt der Schreck mit der nächsten Abrechnung.

Ein Leser dieser Seite hat mich vor ein paar Tagen angeschrieben. Er hat seinen Vodafone Anschluss gekündigt. Die Kündigung wurde von Vodafone korrekt wenige Tage später bestätigt. Nach einiger Zeit rief der Vodefone Kundenrückgewinnungs-Service an. Man habe für „langjährige Kunden“ ein besonders Angebot, wenn der Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert wird. Das Angebot: „All Net Flat + SMS Flat“ sowie 500MG Volumen für Mobiles Internet. Das alles für 29,99 EUR im Monat. Alles war man dafür tun muss: Nachdem die Vertragsverlängerung durch ist anrufen und 500MB Mobiles Internet dazu buchen sowie eine „Protect-App“ bestellen. Ohne Aufpreis, versteht sich. Als Bonus obendrauf: 2×1 Woche jährlich im Ausland ohne zusätzliche Kosten mobil surfen.

Verlockend, dachte sich der Leser und stimmte zu. Es kam die erste Rechnung. Vodafone berechnete rund 50 EUR für den Tarif. Der Kunde rief an und fragte nach. Der Kundenservice konnte sich das nicht erklären. Man werde es aber „an die Fachabteilung“ weiterleiten. Mehrere Anrufe und Wochen später passiert nichts. Der Kunde forderte Vodafone auf, den vereinbarten Preis zu berechnen oder den Vertrag aufzulösen. Eine Vertragsauflösung kam für Vodafone natürlich nicht in Frage. Man lehnte ab. Der Preis wäre so vereinbart gewesen. Ich fragte bei Vodafone an. Nach zwei Tagen kam der Anruf: Man könne den Vertrag sofort oder zum 21.06.2013 auflösen. Das ist natürlich prinzipiell sehr erfreulich. Wenn auch noch das zuviel gezahlte Entgelt erstattet wird, kann man es als glücklichen Ausgang bezeichnen.

Wenige Tage später erhielt ein Bekannter ebenfalls einen Anruf. Auch er hat gekündigt. Der Mitarbeiter am Telefon unterbreitete das gleich Angebot. Der Kunde bat um ein schriftliches Angebot. Antwort vom Kundenservice: Das geht nicht schriftlich, nur telefonisch. Es sei den Mitarbeitern „veboten“, diese „speziellen günstigen Tarife“ schriftlich zu unterbreiten. Es geht nur telefonisch und „nur für ganz kurze Zeit“. Man müsse sich „sofort entscheiden“.

Ein schriftliches Angebot soll verboten sein? Es verwundert, dass ein seriöses Unternehmen auf solche Praktiken zurückgreift. Wird das Verhalten von Vodafone gedultet oder sogar gefördert? Das die Verantwortlichen davon nichts wissen ist fraglich.

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